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Missionare bis ans Ende – Seligsprechung von 109 Claretiner-Märtyrern

Wir leben gegenwärtig in einer Zeit, in der die größte Christenverfolgung aller Zeiten stattfindet. Weltweit leiden mehr als 200 Millionen Christen, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. In den Regionen der Welt, wo das Bekenntnis zum christlichen Glauben lebensgefährlich sein kann, werden viele Menschen Opfer von Bedrängung, Geiselhaft und Gefangenschaft, Folter und Mord, wie zum Beispiel in Ägypten, Irak, Somalia, Afghanistan, Pakistan, Nigeria, oder in Syrien.

 

Ein ähnliches Schicksal erlitten viele Christen während der spanischen Revolution und im Bürgerkrieg Anfang der 1930er Jahren. Über 80 Jahre nach diesen traurigen Ereignissen wurde am 22. Dezember 2016 von Papst Franziskus die Seligsprechung unserer 109 Märtyrer genehmigt. Nun wird am 21. Oktober in der Basilika „Sagrada Familia“ in Barcelona die durch Kardinal Angelo Amato geleitete Zeremonie zur Seligsprechung stattfinden. Das Programm der Zeremonie finden Sie hier. In der Bildergalerie haben Sie Zugang zu Bildern der Märtyrer. Hier können Sie Stellungsnahmen einiger Mitbrüder einsehen.

 

Gebet anlässlich der Seligsprechung von 109 Claretiner-Martyrern am 21. Oktober 2017 in Barcelona

 

„Gott, unser Vater,

du hast Mateo, Teófilo, Fernando

und ihren Mitbrüdern die Gabe

der Treue zu ihrer missionarischen

Berufung gegeben, damit sie Christus

bis zum Märtyrertum folgen.

Du hast sie zu Zeugen einer

vollkommenen Nächstenliebe gemacht,

damit sie ihren Verfolgern vergeben.

Gewähre uns, auf ihre Fürsprache,

die Gnade, in einem unerschütterlichen Glauben

und in einer aufrichtigen Nächstenliebe festzubleiben,

damit wir Christus in unseren

Schwestern und Brüdern lieben können.

Darum bitten wir dich durch unseren

Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Amen.“

Jubiläen 

Ihr goldenes Priesterjubiläum hatten im Juli P. Reimund Beck und P. Franz Winkler. Beide können auf ein reiches missionarisches Leben zurückblicken. P. Reimund war in vielen Gemeinschaften der Provinz in unterschiedlichen Aufgaben tätig und half sogar in Sri Lanka aus, wo er allein durch seine Anwesenheit manche Schikanen von Militär und Behörden gegen die Mitbrüder abwenden konnte. Seit Jahren wird er von einem schweren Leiden geplagt und erträgt die anstrengende Behandlung mit großer Geduld. P. Franz verbrachte fast seine ganze aktive Zeit im Kongo, von wo er als letzter deutscher Claretiner zurückkehrte. Zunächst konnte er noch in der Seelsorge mithelfen, aber zuletzt wurde sein Gesundheitszustand immer schlechter. Er starb am 20. Juli 2017, drei Tage vor seinem Jubiläum.

 

Auf 25 Priesterjahre blickt P. T. L. Rohan Dominic aus Sri Lanka zurück. Er gehört zur ersten Claretinergeneration des Landes, die in Indien und auf den Philippinen ausgebildet wurde. Nach seiner Priesterweihe war er maßgeblich am zügigen Aufbau der Kongregation in Sri Lanka beteiligt. Über viele Jahre leitete er die Gemeinschaft zunächst als Regionaloberer und später als Delegat. Daneben war er in der Entwicklung von kleinen christlichen Gemeinschaften (Basisgemeinden) auch international aktiv. Auch die Sorge für Gerechtigkeit und Frieden war ihm in diesem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land ein großes Anliegen. Inzwischen ist er in der Vertretung der Claretiner bei den Vereinten Nationen in New York engagiert.

Ihr 70-jähriges Professjubiläum können P. Erhard Beck und P. Alois Noll am Fest der sieben Schmerzen Mariens feiern. Während P. Erhard Beck – dem die Ärzte in seiner Jugend übrigens ein kurzes Leben prophezeiten – inzwischen schwach und pflegebedürftig geworden ist, ist P. Alois Noll für sein Alter noch erstaunlich fit und aktiv. Zwar kann er nicht mehr in den Pfarreien der Umgebung aushelfen, aber auf dem Dreifaltigkeitsberg hilft er immer noch mit und gestaltet für die Mitbrüder Liedpläne oder Andachten.

Pater Franz Winkler CMF verstorben

 

Am Donnerstagabend, den 20. Juli, verstarb unser Mitbruder Pater Franz Winkler im Juliusspital in Würzburg, drei Tage vor seinem goldenen Priesterjubiläum.

 

Fast seine ganze aktive Zeit als Claretiner verbrachte Pater Franz im Kongo, von wo er als letzter deutscher Claretiner zurückkehrte. Zunächst konnte er noch in der Seelsorge mithelfen, aber zuletzt wurde sein Gesundheitszustand immer schlechter.

 

„Samstag und Sonntag habe ich immer Heimweh“, hat er einmal gesagt. Damit meinte er Heimweh nach dem Kongo. „Da ist was los beim Gottesdienst. Die Menschen leben in ärmlichen Verhältnissen und haben doch so viel Freude.“

 

Vor fünf Jahren, anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Claretiner im Kongo, konnte er noch einmal das Land besuchen und sogar selbst die neue „Pater-Franz-Winkler-Schule“ in Mikonga einweihen. Diese wird so gut angenommen, dass wir hoffen, sie bald erweitern zu können.

 

Möge unser Pater Franz nun ausruhen in Gottes ewigem Frieden.

 

Bilder Einweihung der P. Franz Winkler Schule in Mikonga, D.R. Kongo