Gemeinde- bzw. Projektpartnerschaft Lüdenscheid-Honnali – zur Nachahmung empfohlen

 

Vor ein paar Jahren wurde in der Gemeinde Maria Königin in Lüdenscheid der Wunsch laut, mit einer Gemeinde oder einem Projekt in der Einen Welt in Kontakt zu treten mit dem Ziel einer langfristigen Partnerschaft. Die Missionsprokura stellte daraufhin den Kontakt zwischen Pater Chacko im indischen Honnali und Barbara Stumpf-Geisbauer von der Gemeinde Maria Königin her. Der Austausch von E-Mail-Adressen genügte, was folgte ist ein wunderbares Beispiel wie Weltkirche im 21. Jahrhundert gelebt werden kann.

 

Viele fleißige Hände hatten bereits beim ersten Gemeindefest in Lüdenscheid – im Sommer 2009 – mit angepackt und einen unvergesslichen Tag im Zeichen der Partnerschaft mit Honnali gefeiert.


Und auch vor Kurzem ließen sich die die Gemeindemitglieder in Lüdenscheid wieder etwas einfallen, um den Kindern im Internat von Honnali zu zeigen, dass ihre Freundschaft lebendig ist.

 

So hieß es in einer E-Mail an die Missionsprokura: „Gestern haben wir was Nettes für die Kinder in Honnali gemacht. Ursprünglich wollten wir einen ganzen Honnali-Tag gestalten, doch dann haben wir uns für eine kleine Variante entschieden. Nach dem Gottesdienst gab es gegen eine Spende Waffeln und indische Muffins. Die Kinder und Jugendlichen haben zwei Fußbälle signiert und im Anschluss daran haben wir ein Gruppenfoto (leider waren nicht mehr alle Kinder dabei) mit ihnen gemacht. Bälle und Bilder sollen nach Honnali geschickt werden. Und dann hatten wir noch eine Bilderwand gestaltet. Der Clou daran war, dass wir immer ein Foto aus Honnali mit einem passenden Bild von unserer Gemeinde kombiniert haben. Die Wand ist viel beachtet worden. Die Bilder sprachen für sich, Worte waren nicht nötig.“

 

Wie jede Partnerschaft zwischen Menschen so lebt auch dieses Partnerschaftsmodell von der Gegenseitigkeit, von geben und nehmen. Auch die Freunde in Honnali sind aktiv. So berichtetPater Chacko regelmäßig über die Entwicklungen vor Ort. Per E-Mail berät man über neue Vorhaben und inwieweit die deutsche Gemeinde dabei helfen kann, diese umzusetzen. Die Kinder aus Honnali bedanken sich ihrerseits mit Fotos, auf denen sie sich Freudestrahlend von ihrer schönsten Seite zeigen.

Der frühere Erzbischof von Kumasi in Ghana, der sich sehr für das Modell der Gemeindepartnerschaft eingesetzt hat, nennt fünf Dinge, die man füreinander tun kann: Beten, Informationen austauschen, voneinander lernen, sich gegenseitig helfen (auch liebe Worte von den Freunden aus dem Süden können in bestimmten Situationen eine große Hilfe sein, die mit Geldspenden aus dem Norden gar nicht verglichen werden kann) und schließlich, wo immer es möglich ist, sich gegenseitig besuchen.

 

Und der erste Besuch eines Lüdenscheider Gemeindemitglieds in Honnali wurde bereits verwirklicht. Von November 2012 bis Februar 2013 verbrachte Björn Engel im Rahmen eines mehrmonatigen Freiwilligendienst in Indien auch einige Zeit bei den Freunden in Honnali.