Gesund und leicht zu züchten

Proteine, auch bekannt als Eiweiß, sind essentiell wichtig für unseren menschlichen Körper. In Europa gibt es kaum jemanden, der an Eiweißmangel leidet. Im Kongo hingegen fehlt es vielerorts an genügend eiweißhaltiger Nahrung, und das hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Besonders kleine Kinder leiden extrem, wenn sie nicht genügend Eiweiß zu sich nehmen, denn eine normale Entwicklung ist ohne Proteine nicht möglich. Was kann man also tun?

 

Ein kleiner Fisch namens Tilapia, der zur Gattung afrikanischer Buntbarsche gehört, kann Abhilfe schaffen. Fisch ist eine gute Eiweißquelle, und im Kongo isst man gerne Fisch. Da Tilapia wenig Sauerstoff braucht und auch in trüben, stehenden und nährstoffarmen Gewässern leben kann, eignet er sich hervorragend für die Zucht in einem tropischem Land wie dem Kongo. Ein weiterer großer Vorteil dieser Fische ist, dass sie sich mit Abfällen aus der lokalen Landwirtschaft begnügt und man sie deshalb mit Maniokblättern, Reisspelzen und Ähnlichem füttern kann. Somit muss kein teures Fischfutter gekauft werden.

 

Freiwillige junge US­Amerikaner des „Peace Corps“ haben in den 80er Jahren die Zucht von Tilapia gefördert. In Bandundu lebten die Freiwilligen unter einfachsten Bedingungen in den Dörfern und errichteten gemeinsam mit den Dorfbewohnern Fischteiche. Darüber hinaus unterrichteten sie die Dorfbewohner in der Haltung von Tilapia, die zwar nicht besonders groß werden, dafür aber gutes Eiweiß liefern.

 

Nach unserem verstorbenen Pater Josef Adä, der lange die Mission im Kongo leitete, war die Arbeit der Freiwilligen recht erfolgreich, weil viele Kongolesen im kleinen Stil die Tilapiazucht fortsetzten. Auch unsere einheimischen Mitbrüder haben in den letzten Jahren an verschiedenen Orten mehrere Teiche angelegt und junge Tilapia dort eingesetzt. Durch starken Regen wurden nun die Erdwälle zweier Teiche in Shamumba zerstört. Die Fische hat’s vermutlich gefreut, denn sie schwammen alle in den angrenzenden Fluss davon.

 

Um die beiden Teiche reparieren und neue Jungfische kaufen zu können, bittet uns Bruder Charles, unser Missionsprokurator im Kongo, um finanzielle Unterstützung in Höhe von umgerechnet rund 3.300 Euro. Außerdem ist der Bau weiterer Fischteiche sinnvoll.

 

Für Ihre Spenden zur Verbesserung der Eiweißversorgung im Kongo durch die „Tilapia-Projekte“ danken wir Ihnen mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“.