Hilfe für Kinderheim in Indien

 

Seit 28 Jahren gibt es nun schon das „Mercy Home“, unser Kinderheim in Azhagusirai im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Von 1988 bis heute wurden hier 791 Kinder aufgenommen – eine hohe Zahl, auf die wir stolz sind! Und was bei Kinderheimen auch immer wichtig ist: Die allermeisten mussten nicht allzu lange bleiben. So konnten wir 448 unserer kleinen Gäste nach einiger Zeit an Adoptiveltern vermitteln, einige wurden aufgrund einer Behinderung in ein anderes Heim übermittelt, in dem man ihren Bedürfnissen besser gerecht werden kann, an die hundert konnten wir sogar in ihre Familien zurückgeben.

 

Die junge indische Claretinergemeinschaft unter der Leitung von Pater Franz Xaver Dirnberger hatte das „Mercy Home“ damals aus folgendem Grund gebaut: Weil für Mädchen später bei der Heirat eine hohe Mitgift bezahlt werden musste, die sich die armen Familien nicht leisten konnten, wurden viele Mädchen nach der Geburt von ihren eigenen Angehörigen getötet. – Gegen diese erschreckende Praxis mussten wir etwas tun.

 

Dank des Einsatzes unserer Mitbrüder vor Ort konnte mit den Jahren ein Umdenken in der Bevölkerung erzielt werden. So sind uns heute keine Fälle mehr bekannt, in denen Mädchen nach der Geburt umgebracht werden. Vielmehr ist das „Mercy Home“ zur festen Anlaufstelle geworden, um Mädchen ebenso wie Jungen (meist mit einer Behinderung) und Waisen in gute Hände zu geben. Auch für alleingelassene ältere Menschen bietet das Heim ein Zuhause.

 

Der Erfolg des „Mercy Home“ und das ganze segensreiche Wirken wären ohne die tatkräftige Mithilfe von Ordensschwestern nicht möglich gewesen. Sie übernahmen schon von Beginn an die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Kleinen. Derzeit arbeiten im Heim fünf Schwestern der Ordensgemeinschaft „Charity of St. Mary“. Sie wohnen alle in einem Raum, und zwar im selben Gebäude, in dem sie auch arbeiten. So haben sie keinen Abstand zu der oft sehr anstrengenden Arbeit, sie können sich nicht richtig ausruhen, und auch das Leben als Gemeinschaft kommt zu kurz. Daher möchten wir für die Schwestern nebenan eine eigene Unterkunft bauen. Geplant sind im Erdgeschoss zwei Schlafzimmer, Küche und Esszimmer sowie vier weitere Schlafzimmer und eine Kapelle im Obergeschoss. Das Bauprojekt kostet insgesamt rund 50.000 Euro.

 

Wir halten den Bau des Schwesternhauses für notwendig und sinnvoll: Zum einen profitieren natürlich die Schwestern davon, zum anderen aber auch die Kinder und die alten Menschen, die im Heim leben. Denn ausgeruht können die Schwestern täglich mit neuer Kraft und Freude an die Arbeit gehen. Das kommt letztlich allen zugute. Positiver Nebeneffekt ist, dass der bisherige Schlafsaal der Schwestern frei wird. Dadurch entsteht neuer Platz, um mehr Kinder und alte Menschen aufnehmen zu können.

 

Es ist uns wichtig, die aufopferungsvolle Arbeit der Schwestern im „Mercy Home“ mit dem Bau eines kleinen Schwesternwohnhauses zu würdigen. Bitte helfen Sie uns dabei. – Für Ihre Spende unter dem Stich­wort „Mercy Home“ danken wir Ihnen ganz herzlich. Für Ihre Spende unter dem Stichwort "Mercy Home" danken wir Ihnen ganz herzlich!