Hausaufgabenbetreuung für Kinder von Dalits

Wenn es nach der indischen Verfassung geht, stehen allen Bürgerinnen und Bürgern des Landes die gleichen Rechte zu. Im Alltag spüren vor allem die Ureinwohner Indiens, die Dalits, jedoch nichts von der gesetzlich verankerten Gleichheit. Nach wie vor gelten die Dalits als „Kastenlose“ und daher auch als „Unberührbare“. So nehmen sie immer noch den Platz am unteren Rand der Gesellschaft ein, der ihnen im Laufe der Zeit zugewiesen wurde.

 

Einer, der sich für die Belange der Dalits einsetzt, ist Claretiner-Pater Satheesh Kumar. Er leitet die Gemeinde „Sankt Sebastian“ von Villiavarambal im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. In einem Projektantrag an unsere Missionsprokura schreibt er: „Die Dalits sind die sozial schwachen, wirtschaftlich bedürftigen und politisch machtlosen Mitglieder der Gesellschaft.“

 

Sein aktuelles Vorhaben zielt vor allem darauf ab, durch bessere Bildung die Kinder und Jugendlichen zu fördern und ihnen damit langfristig neue Perspektiven zu eröffnen. Dazu bittet er uns, dass wir ihn beim Bau einer Tageseinrichtung unterstützen. Dort werden dann montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 17 Uhr für alle Schülerinnen und Schüler der Gegend Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe angeboten. Das Interesse an dieser Betreuung ist hoch.

 

„Während der Ferien,“ so Pater Satheesh, „werden in der neuen Einrichtung dann verschiedene Aktivitäten wie Musik-, Tanz- und Computerunterricht angeboten.“ Zusätzlich sollen die Räumlichkeiten für die Erwachsenenbildung genutzt werden: „Auch Programme zu Themen wie Erziehung, Ehe und Familie, Hygiene, Umweltschutz und ähnliche werden wir durchführen.“ Dadurch sollen vor allem die Dalit-Frauen befähigt werden, ihren Alltag kompetent und selbstbewusst zu gestalten.

 

Die Baukosten für das Gebäude, das aus zwei Unterrichtsräumen, einem großen Saal und vier Toiletten besteht, liegen insgesamt bei rund 18 100 Euro. Wir freuen uns, wenn Sie uns beim Bau dieser Einrichtung unterstützen. Es kommt denen zugute, die sonst kaum Hilfe und Zuspruch erfahren.